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Britische Opposition fordert wirksamere Grenzkontrollen

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Britische Opposition fordert wirksamere Grenzkontrollen

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Großbritannien hat die Auslieferung des in Rom inhaftierten Terrorverdächtigen Hamdi Adus Issac beantragt. Er wird für den versuchten Anschlag auf eine U-Bahn in der Nähe der Station Shephards Bush am 21. Juli verantwortlich gemacht. Der gebürtige Äthioper lebte unter dem Namen Osman Hussein in London und wurde amFreitag in Rom gefasst. Laut dem Anti-Terror-Chef der italienischen Polizei Carlo de Stefano wird seine Auslieferung nach London nicht mehr lange dauern: “Wir hoffen auch, dass es bald sein wird. Die Auslieferung muss zwar gerichtlich entschieden werden, aber ich glaube, dass das nicht lange dauern wird.” Medienberichten zufolge gestand der Verdächtige, dass er zwar die versuchten Anschläge vom 21. Juli mitgeplant habe. Aber er hätte keine Verbindung zu den Hintermännern der tödlichen Attenate vom 7. Juli. Die italienische Polizei konnte Hamdi Issac am Freitag in der Wohnung seines Bruders in Rom festnehmen. Ein weiterer Bruder wurde am Sonntag in der norditalienischen Stadt Brescia gefasst. Beide sollen aber nicht in die Anschläge verwickelt sein. Gleichzeitig verlangten die britische Opposition und Politiker wie der französische Verkehrsminister Dominique Perben Aufklärung darüber, wie der Verdächtige überhaupt von London über Paris nach Rom fliehen konnte – trotz Fahndungsphotos und einer großangelegten Suche der Polizei. Das müsse Anlass geben, über die Wirksamkeit der Grenzkontrollen nachzudenken.Insgesamt sitzen inzwischen 19 Verdächtige in in Großbritannien und Italien in Untersuchungshaft.