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Ausschreitungen im Sudan dauern an

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Ausschreitungen im Sudan dauern an

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Nach dem Tod des sudanesischen Vize-Präsidenten John Garang ist Salva Kiir zu seinem Nachfolger bestimmt worden. Er soll in zwei Wochen im Amt als Vize-Präsdient des ganzen Landes und als Präsident des Südsudan vereidigt werden. Ein Mitglied der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee, der SPLM, an deren Spitze Garang jahrelang gestanden hatte, bestätigte, dass die Wahl Kiirs einstimmig getroffen worden sei. Garang war am Wochenende bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Erst vor knapp einem Monat war er nach langen Friedensgesprächen als Vize-Präsident des Sudanvereidigt worden. Als der Helikopter abstürzte, war er auf dem Rückweg von Uganda, wo er politische Gespräche geführt hatte. Offizielle Ursache für den Absturz, bei dem alle 14 Insassen ums Leben kamen, war eine Schlechtwetterfront. Hinweise auf einen Anschlag seien nicht gefunden worden, hieß es auch von Seiten der SPLM. Doch seit der Nachricht vom Tode Garangs kommt es zu heftigen Ausschreitungen in der Hauptstadt Khartum und im Süden des Landes. Mindestens 36 Menschen kamen dabei bereits ums Leben. Sowohl das Europäische Parlament als auch beispielweise die USA riefen den Sudan dazu auf, am Friedensprozess festzuhalten und den längsten Bürgerkrieg in Afrika nicht wieder aufflammen zu lassen.