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EU droht Teheran mit Maßnahmen

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EU droht Teheran mit Maßnahmen

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Der Streit um das iranische Atomprogramm spitzt sich weiter zu: Die Regierung in Teheran betonte nochmals, dass sie ihr umstrittenes Programm wieder aufnehmen wird. Für diesen Fall drohte die Europäische Union, die Verhandlungen über ein umfassendes politisches und wirtschaftliches Abkommen abzubrechen. Dafür hatte sich der Iran im vergangenen November verpflichtet, die Urananreicherung vorerst zu stoppen. Die EU werde nun in den nächsten Tagen eine Sondersitzung des Gouverneurrates der Internationalen Atomenergiebehörde einberufen, um über mögliche Sanktionen zu beraten. Das geht aus einem entsprechenden Brief an den iranischen Chefunterhändler hervor, den die Außenminister Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands unterzeichneten.Gleichzeitig appellierte der französische Außenminister Philippe Douste-Blazy an die Regierung in Teheran, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Sie dürfe nicht gegen die Vereinbarung verstoßen, die sie freiwillig eingegangen sei. Dieser Schritt könnte der Start einer internationalen Krise sein. Konkret geht es um die Wiederaufnahme der Arbeit in der Anlage von Isfahan: Dort wurde bis vergangenen Dezember Uran in das Gas Uranhexafluorid umgewandelt – der Grundstoff für die Urananreicherung. Der wiederum kann zum Bau von Atombomben verwendet werden. Die USA und die EU befürchten, dass die Regierung in Teheran genau das anstrebt.