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Londoner Anschläge: Zahl der Festnahmen steigt auf 20

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Londoner Anschläge: Zahl der Festnahmen steigt auf 20

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Bei ihren Ermittlungen zu den jüngsten Terroranschlägen in London hat die britische Polizei zwei weitere Verdächtige festgenommen. Nach Angaben von Scotland Yard wurden die beiden Männer bei Razzien in Süd-London gefasst. Die Anschläge vom 21. Juli auf drei U-Bahnlinien und einen Bus waren nur deshalb ohne weitreichende Folgen geblieben, weil die Sprengsätze nicht explodierten. Zwei Wochen zuvor waren am 7. Juli 52 Menschen in Londoner S-Bahnen und einem Busses von vier Selbstmordattentätern getötet worden.

Unterdessen entschied ein Richter in Rom, dass der Termin für die erste Verhandlung des mutmaßlichen Rucksack-Attentäters Hamdi Adus Issac bis Ende der Woche festgelegt werden soll. Das Gericht muss entscheiden, ob dem Auslieferungsantrag Londons stattgeben werden soll oder nicht. Nach Polizeierkenntnissen hatte er keine Kontakte zu anderen Terrorgruppen in Italien und habe dort nur die Hilfe von Familienangehörigen und Freunden gesucht. Seine Anwältin Antonietta Sonnessa sagte, Hamdi Issac sei sich der Gefährlichkeit des Sprengstoffs in seinem Rucksack nicht bewusst gewesen oder man habe ihm gesagt, es würde niemandem geschadet.

In der Europäischen Union wird inzwischen kontrovers darüber diskutiert, wie es dem mutmaßlichen Attentäter nach den Anschlägen gelingen konnte, unbehelligt über Paris nach Rom zu gelangen. Frankreich will die Grenzkontrollen wieder verschärfen, besonders in Zügen. In Deutschland wird über den internen Einsatz der Bundeswehr heftig gestritten.