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Blutige Unruhen im Sudan: 130 Tote nach Tod Garangs

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Blutige Unruhen im Sudan: 130 Tote nach Tod Garangs

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Tagelange Unruhen im Sudan haben bislang offiziellen Angaben zufolge 130 Todesopfer gefordert.

Die meisten davon hier in der Hauptstadt Khartum, wo bewaffnete Banden trotz einer Ausgangssperre durch die Straßen zogen. Tote gab es aber ebenso in zwei Städten im Südsudan. Auslöser für die Gewalt im größten Flächenstaat Afrikas war der Tod des Chefs der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee, John Garang, bei einem Hubschrauberabsturz. Anhänger Garangs vermuten einen Anschlag als Ursache für das Unglück. Der Politiker galt als Schlüsselfigur für den Friedensprozess im Sudan, im Januar diesen Jahres unterzeichnete er mit Präsident Omar Hassan al-Baschir einen Friedensvertrag. Der Friedensprozess könnte nun nach Einschätzung von Beobachtern in Gefahr geraten.