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Sudan droht im Chaos zu versinken

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Sudan droht im Chaos zu versinken

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Die Unruhen im Sudan dauern auch drei Tage nach Bekanntwerden des Todes von Vizepräsident John Garang an. 100 Menschen sind bereits bei Straßenkämpfen ums Leben gekommen, über 80 allein in der Haupstadt Khartum. Dort ist es inzwischen wieder ruhiger geworden, während die Lage im Süden des Landes angespannt bleibt. Der sudanesische Präsident Omar el Baschir rief seine Landsleute zur Ruhe auf. Außerdem kündigte er an, dass eine Expertenkommission die Ursache des Hubschrauberabsturzes klären solle, bei dem Garang am Montag gemeinsam mit 13 weiteren Insassen an Bord der Maschine ums Leben gekommen war. Gerüchte, es habe sich um einen Anschlag gehandelt, hatten zu den Unruhen geführt. Garangs Nachfolger, Salva Kiir, rief seine Anhänger ebenfalls dazu auf, ruhig zu bleiben. Das Friedensabkommen, das Anfang des Jahres zwischen dem nicht-muslimischen Süden und dem muslimischen Norden vereinbart wurde, werde in die Tat umgesetzt. Die Leiche des früheren Rebellenchefs soll am kommenden Samstag in der südsudanesischen Stadt Juba beigesetzt werden.