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Sudan nach John Garang

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Die letzten Bilder vom lebenden John Garang zeigen ihn auf dem Weg zum Hubschrauber. Gerade erst drei Wochen als Vize-Präsident den Sudan im Amt, hatte er in Uganda an einem Treffen mit Vertretern der USA und der EU teilgenommen. Über einen Anschlag lässt sich trefflich spekulieren – hatte Garang doch gerade erst Ende 2004 einen internen Putsch von Offizieren seiner Südsudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) abgewehrt. 20 Jahre kämpfte der in den USA ausgebildete Garang an der Spitze der SPLA für die Unabhängigkeit des afrikanischen Süd-Sudan vom arabisch geprägten Norden. Des Landes. Im Januar unterschrieb er dann in Nairobi den Friedensvertrag. Seine Volksbefreiungsarmee hatte er stets mit harter Hand geführt, keine anderen Meinungen duldend. Dabei gab und gibt es unter den Rebellen jene, die lieber weiterkämpfen wollen. Dazu gehörte zumindest bis vor kurzem auch Garangs Stellvertreter Salva Kiir Der hat nach dem Tod des großen Chefs nicht nur das Rebellen-Kommando übernommen. Er erbt auch Garangs Posten als Vizepräsident des Sudan. Trotzdem wollen Befürchtungen nicht verstummen, die Rebellenarmee könne zerbrechen, die Gewalt im rohstoffreichen Südsudan neu entfacht werden.