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Iran setzt Atomprogramm fort - EU unterbreitet Vermittlungsvorschlag

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Iran setzt Atomprogramm fort - EU unterbreitet Vermittlungsvorschlag

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Der Iran will die Uran-Aufbereitungsanlage in Isfahan wieder in Betrieb nehmen. Ein Regierungssprecher in Teheran erklärte, das Atomprogramm werde ungeachtet der Vermittlungsvorschläge von Seiten der europäischen Union fortgesetzt. Die Atomanlage war seit Dezember versiegelt.

Unterdessen legten die EU-Botschafter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens der iranischen Führung ein Kompromissangebot vor. Darin soll dem Iran das Recht einer friedlichen Nutzung der Atomenergie zugebilligt werden, solange der nukleare Brennstoff hierfür vom Westen bereitgestellt werde, hieß es aus diplomatischen Kreisen in Teheran. Damit wäre die Gefahr der Produktion von angereichertem Uran für den Atomwaffenbau gebannt. Die EU hatte Teheran am Dienstag mit dem Abbruch der Verhandlungen über ein Abkommen gedroht, falls Iran die Anlage wieder in Betrieb nimmt. Atom-Chefunterhändler Teherans, Hassan Ruhani, bekräftigte in einem Brief an Brüssel, Iran sei entschlossen, sein Atomprogramm fortzusetzen. Die Regierung wolle aber das Atomprogramm “transparent” und in “gegenseitigem Vertrauen” verfolgen. Man werde der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA auch Garantien geben.