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Juschtschenkos Sohn im Kreuzfeuer der Kritik wegen Vermarktung der "orangefarbenen Revolution"

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Juschtschenkos Sohn im Kreuzfeuer der Kritik wegen Vermarktung der "orangefarbenen Revolution"

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Schon wieder macht ein Juschtschenko Schlagzeilen in der Ukraine, doch dieses Mal nicht Präsident Viktor, sondern Andriy. Der Sohn des Anführers der sogenannten “orangefarbenen Revolution” wird von einer Kiewer Tageszeitung beschuldigt, die Umwälzung im osteuropäischen Land auszuverkaufen. In der Tat besitzt der 19-jährige die Vermarktungsrechte an Insignien und Symbolen der Juschtschenko-Anhänger aus dem vergangenen Winter, die im Land nach wie vor vielerorts verkauft werden. Eine Straßenverkäuferin meint: “Es ist ziemlich klar, um was es dabei geht. Er braucht das Geld für sein Luxusleben.” Andriy Juschtschenko fährt einen teuren BMW, sein Handy ist schlappe 4.000 Euro wert, in Restaurants soll er mit Dollar-Bündeln bezahlen.

“Die Leute fühlen sich verletzt”, erklärt ein Kiewer Politologe, “sie standen bei Eiseskälte draußen und haben für ihre Ideale gekämpft – und jetzt profitiert der Präsidentensohn davon.” Andriy Juschtschenko soll über 80 Millionen Euro eingenommen haben durch den Verkauf der Symbole der orangefarbenen Revolution. Sein Vater war durch den wochenlangen Straßenprotest an die Macht gekommen. Viktor Juschtschenko wies die Zeitungsberichte über seinen Sohn zurück und nannte den dafür verantwortlichen Journalisten in einer ersten Reaktion einen “bezahlten Spion” – entschuldigte sich aber kurz darauf über seine Mitarbeiter für diese Aussage.