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Terror im Bus: Israeli erschießt vier Passagiere

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Terror im Bus: Israeli erschießt vier Passagiere

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Weniger als zwei Wochen vor dem Abzug aus dem Gazastreifen hat ein israelischer Armee-Deserteur in der Ortschaft Schfaram im Norden Israels ein Blutbad angerichtet. Der Mann, der zur extremistischen Kach-Bewegung gehörte, schoss in einem Bus auf israelische Araber. Er tötete vier Passagiere. Zuvor soll es einen Streit um den Abzug der jüdischen Siedlungen gegeben haben. Nach der Tat stürzte sich ein aufgebrachter Mob auf den 19jährigen Täter. Er wurde von der Menge gelyncht.Die Polizei haben ihn zunächst noch schützen wollen, ihn dann aber allein im Bus zurückgelasen.

Ministerpräsident Ariel Scharon verurteilte die Tat des jungen Mannes. Mitglieder des israelischen Parlaments nannten den Vorfall einen “Terroranschlag” eines jüdischen Extremisten, so auch Higal Salmor, der Sprecher des Außenministeriums: “Terror ist Terror und ein Terrorist ist ein Terrorist. Genau so sollte er behandelt werden und ich bin sicher, dass die Polizei alles tun wird, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.” Verbittert reagierte der palästinensische Minister Ghassan Al-Khatib: “Diese barbarische Tat, bei der ein israelischer Soldat das Feuer auf Menschen eröffnet hat, nur weil sie Araber und Palästinenser sind, ist das Spiegelbild der rassistischen Erziehung in der israelischen Gesellschaft.” Die arabische Gemeinschaft in Israel kündigte für heute einen Generalstreik an. Der tödlich Zwischenfall zeigt, wie angespannt die Stimmung in Israel ist. Am 17. August soll der Abzug der jüdischen Siedlungen aus dem Gazastreifen beginnen.