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Iran weist EU-Kompromißvorschlag im Atomstreit zurück

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Iran weist EU-Kompromißvorschlag im Atomstreit zurück

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Der Iran hat den von der Europäischen Union vorgeschlagenen Kompromiss im Streit um sein Atomprogramm zurückgewiesen. Großbritannien, Frankreich und Deutschland hatten Teheran eine Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung der Kernenergie angeboten. Voraussetzung sei, dass der Iran sich rechtsverbindlich verpflichte, auf jegliche militärische Nutzung zu verzichten. Das vorgelegte Verhandlungsangebot sei inakzeptabel und entspreche nicht einmal den Mindesterwartungen des Irans, erklärte der Sprecher des Aussenministeriums, Hamid Resa Asefi. Die offizielle Ablehnung werde den Europäern in den nächsten Tagen zugesandt. Inakzeptabel sei das Angebot vor allem deshalb, weil die EU von Teheran weiterhin einen Verzicht auf die Anreicherung und Aufbereitung von Uran fordere, sagte Asefi. Dieses Ansinnen verstoße gegen “den Geist des Atomwaffensperrvertrags”.

Das Misstrauen gegen Teheran gründet sich unter anderem auf die jahrelange Geheimhaltung des iranischen Atomprogramms. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) kündigte für kommenden Dienstag eine Sondersitzung des Gouverneursrates zum Thema Iran an. Nach Ansicht der EU wäre eine Wiederaufnahme der Aktivitäten in Isfahan ein Verstoss gegen das Pariser Abkommen vom November. Darin hatte sich Teheran verpflichtet, die Uran-Aufbereitung bis zu einer Lösung des Atomstreits ruhen zu lassen. Die internationale Atomenergiebehörde könnte den UN-Sicherheitsrat mit dem Thema befassen, der wiederum Sanktionen gegen Teheran verhängen könnte.