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Das Tauziehen um das iranische Atomprogramm geht weiter

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Das Tauziehen um das iranische Atomprogramm geht weiter

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Teheran hat einen Kompromissvorschlag der Europäischen Union abgelehnt. Die EU hatte dem Iran eine Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung der Kernenergie angeboten. Voraussetzung dabei war, dass der Iran sich rechtsverbindlich verpflichte, auf jegliche militärische Nutzung zu verzichten. Inakzeptabel sei dies für Teheran weil die EU weiterhin einen Verzicht auf die Umwandlung, Anreicherung und Wiederaufbereitung von Uran fordere, hieß es aus iranischen Regierungskreisen. Unterdessen ist der ultrakonservative iranische Politiker Mahmud Ahmadinedschad als neuer Staatspräsident vereidigt worden. In seiner Antrittsrede sagte er zum Thema Atomstreit: Seine Regierung werde keine illegalen Beschlüsse befolgen, die die Rechte der iranischen Nation verletzen. ER kritisierte das europäische Angebot, das auch von den USA unterstützt wurde, als rechtswidrig. Das Mißtrauen gegen Teheran gründet sich unter anderem auf die jahrelange Geheimhaltung des iranischen Atomprogramms. Die Internationale Atomenergiebehörde kündigte für kommenden Dienstag einen Sondersitzung zum Thema Iran an. Anschließend könnte der UN-Sicherheitsrat angerufen werden, der Sanktionen gegen den Iran verhängen könnte.