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Nordkorea: Kein Durchbruch bei Atomgesprächen

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Nordkorea: Kein Durchbruch bei Atomgesprächen

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Die Verhandlungen mit Nordkorea über ein Ende seines Atomwaffenprogramms sind wegen unüberbrückbarer Differenzen unterbrochen worden und sollen in drei Wochen fortgesetzt werden. Bei den 13-tägigen Sechser-Gesprächen in Peking konnten sich die USA, China, Südkorea, Japan und Russland mit Nordkorea nicht auf Schritte einigen, um alle Atomwaffen von der koreanischen Halbinsel zu entfernen.

Chinas Vizeaußenmininester Wu Daiwei sprach trotzdem von einem großen Schritt auf einer langen Reise. Man sei zuversichtlich, dass eine Verhandlungslösung möglich sei. Alle Seiten bekräftigten das Ziel einer koreanischen Halbinsel ohne Atomwaffen. Nordkorea lehnte allerdings das ursprünglich geplante gemeinsame Schlussdokument ab. Der amerikanische Unterhändler Christopher Hill sagte, dieser Vorschlag wäre ein sehr gutes Geschäft für Nordkorea gewesen. Die Führung des kommunistischen Landes solle darüber nachdenken, denn er könnte zu einer viel besseren Zukunft für das Land führen. Der nordkoreanische Verhandlungsführer, der stellvertretende Außenminister Kim Kye-Gwan, forderte die USA erneut auf, sie sollten eine Garantie geben, dass sie sein Land nicht mit Atomwaffen angreifen wollen. Dafür sollten sie rechtlich-verbindliche und nachprüfbare Beweise liefern. Die Sechser-Gespräche sollen nun in der Woche nach dem 29. August wieder aufgenommen werden, um eine Eskalation des Atomstreits mit Nordkorea zu verhindern.