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Russland: U-Boot-Rettung vor Kamtschatka erfolgreich abgeschlossen

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Russland: U-Boot-Rettung vor Kamtschatka erfolgreich abgeschlossen

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Die Rettungsaktion für das russische Tauchboot vor Kamtschatka ist mit Hilfe eines britischen Unterwasserroboters glücklich zu Ende gegangen. Am Sonntagmorgen um 5.26 Uhr MESZ kam die erlösende Nachricht: “Das Tauchboot AS-28 hat mit sieben Mann Besatzung an Bord die Wasseroberfläche erreicht.” Die Besatzungsmitglieder des havarierten russischen U-Boots sind wenige Stunden nach ihrer Rettung in ein Militärhospital auf der sibirischen Halbinsel gebracht worden. Ein britischer Tauchroboter mit Schneidewerkzeugen befreite das Mini-U-Boot aus der Gefangenschaft auf dem Meeresboden. Die sechs Seeleute und ein Ingenieur entgingen im Wettlauf mit der Zeit nur knapp dem Tod. In dem 13 Meter langen U-Boot gab es kaum noch Sauerstoff.

Verteidigungsminister Iwanow dankte den internationalen Rettungsteams und insbesondere den britischen Bergungsspezialisten. Diese hätten sehr professionell und schnell gearbeitet, sagte Iwanow. In den Stunden vor der Rettung spielten sich dramatische Szenen vor der Küste Kamtschatkas ab. Zunächst löste die Mitteilung der Marine Begeisterung aus, dass das letzte Stahlseil durchtrennt sei. Dann kam die Ernüchterung. Der Scorpio-Tauchroboter musste kurzzeitig nach oben geholt und repariert werden. Er wurde später wieder zu Wasser gelassen und schloss die Arbeiten erfolgreich ab. Die russische Opposition will den Zwischenfall im Parlament behandeln. Es sei unverständlich, weshalb Russland die zur Rettung notwendige Technik nicht besitze.