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Iran fährt umstrittene Atomanlage wieder hoch

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Iran fährt umstrittene Atomanlage wieder hoch

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Im Beisein von Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO hat der Iran Teile seiner umstrittenen Atomanlage in Isfahan in Betrieb genommen. Die internationalen Beobachter hatten zuvor Überwachungskameras in der Nuklearanlage installiert. Bis Mittwoch soll die Anlage zur Uran-Anreicherung komplett in Betrieb sein.

Die Absichten des Irans waren zunächst unklar. Ein Regierungssprecher hatte angekündigt, man werde die Inbetriebnahme Isfahans auf Bitten von IAEO-Chef Mohammed El-Baradei um einige Tage verschieben. In Wien bemühten sich unterdessen EU-Diplomaten um den Text einer Resolution, mit der Iran am Dienstag noch einmal zur Einhaltung des so genannten Pariser Abkommensaufgefordert werden soll. Darin hatte sich das Land bereit erklärt, sämtliche Arbeiten zur Urananreicherung bis zum Abschluss eines Abkommens mit der EU auszusetzen. Unterdessen wurde bekannt, daß der neue iranische Präsident MahmutAhmadinedschad den ultrakonservativen Politiker Ali Laridschani zum neuen Chefunterhändler für Atomfragen ernennen wird. Laridschani gilt als Hardliner und Gegner jeglicher Vereinbarung, die Irans Recht auf Urananreicherung einschränkt. Er soll den gemäßigten Politiker Hassan Ruhani ablösen, der in den vergangenen zwei Jahren für einen Kompromiss mit der EU eingetreten war.