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China: Bergwerkmanager nach Grubenunglück geflohen

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China: Bergwerkmanager nach Grubenunglück geflohen

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Bei dem schweren Grubenunglück in Südchina sind vermutlich sehr viel mehr Bergleute verschüttet worden als zunächst angegeben. 102 Kumpel sollen nach offiziellen Angaben der Daxing-Zeche durch einen Wassereinbrauch am Sonntag eingeschlossen worden sein, doch aufgrund von Vermisstenmeldungen von Bergarbeiter-Familien könnten es mehr als doppelt so viele sein. Es gibt kaum noch Hoffnung, die Verschütteten lebend zu finden. Das privat betriebene Bergwerk nahe der Stadt Xingning in der Provinz Guangdong habe ohne Betriebsgenehmigung gearbeitet, berichteten die Behörden. Etwa 65 Mitarbeiter der Verwaltung seien davongelaufen. Gegen den Besitzer und den Leiter der technischen Aufsicht liefen Ermittlungen. Warum die Behörden die illegale Grube nicht einfach geschlossen haben, wurde nicht gesagt. In der ersten Jahreshälfte sind in China bereits insgesamt mehr als 2.700 Kumpel ums Leben gekommen.