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Islamischer Hassprediger verläßt London


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Islamischer Hassprediger verläßt London

Ein umstrittener islamischer Prediger hat Großbritannien verlassen und sich in den Libanon abgesetzt. Omar Bakri besuche dort seine kranke Mutter, sagte seine Ehefrau. Allerdings sei nicht klar, ob er angesichts der Stimmung in Großbritannien jemals zurückkehre. Erst am Freitag hatte Premierminsiter Tony Blair härtere Maßnahmen gegen religiöse Extremisten im Land angekündigt. Hassprediger müssen demnach künftig mit Gefängisstrafen rechnen oder damit, des Landes verwiesen zu werden. Bakris enger Vertrauter Anjem Kudari bedauerte: “Es ist sehr traurig, dass unsere Lehrer und Vordenker verteufelt werden und dass sie dazu gezwungen werden, ins Ausland zu gehen oder hier mit dem Gefängnis bedroht werden.” Vergangene Woche hatte Bakri noch verkündet, er würde Muslime, die Attenate in Großbritannien vorbereiteten, nicht verraten. Außerdem hatte er die tödlichen Anschläge in Madrid vom 11.März 2004 gelobt. Aufgrund der öffentlichen Billigung von Terroranschlägen drohte ihm eine Klage wegen Landesverrats.

Drei der vier mutmaßlichen Rucksackbomber von London sind unterdessen erstmals vor Gericht erschienen. Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen waren sie zur ersten Anhörung in das Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, im Südosten der britischen Haupstadt gebracht worden. Muktar Muhammad Siad, Ramsi Hammed und Yasin Hassan Omar bleiben weiter in Untersuchungshaft. Sie sind die Hauptverdächtigen für die gescheiterten Anschläge vom 21. Juli.Ein weiterer mutmaßlicher Terrorist befindet sich noch in Italien in Haft
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