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Nervenkrieg im Atomstreit mit Iran

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Nervenkrieg im Atomstreit mit Iran

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Im Atomstreit mit dem Iran bleiben die Fronten weiter verhärtet. In Wien hat bei der Internationalen Atomenergiebehörde eine zweitätige Sondersitzung des Gouverneursrates begonnen. Dabei wird über eine gemeinsame Haltung gegenüber den nuklearen Ambitionen des Iran beraten. Wegen mangelnder Unterstützung einer deutlichen Verurteilung Teherans durch Staaten wie Indonesien, Malaysia und Brasilien kam es in Wien bislang zu keiner Einigung unter den 35 Mitgliedsstaaten.

Der Generaldirektor der IAEO, Mohammed el Baradei, sagte, er hoffe, dass alle Parteien weiter nach einer Verhandlungslösung suchen, zu der es keine Alternative gebe. Die Vertrauensbildung sei eine langwierige Angelegenheit. Vor dem Gebäude der Internationalen Atomenergiebehörde demonstrierten heute iranische Oppositionelle gegen die Regierung in Teheran und ihren Atompoker. Angesichts der Ankündigung aus Teheran, die Atomanlage in Isfahan am Mittwoch vollständig in Betrieb nehmen zu wollen, fordern sie, dass der Fall an den UN-Sicherheitsrat übergeben werden soll. Irans neugewählter Präsident Mahmud Ahmadinedschad betonte unterdessen, die Führung in Teheran werde den Dialog mit der Europäischen Union fortsetzen. Sein Verteidigungsminister Ali Schamchani warnte dagegen, sein Land werde sich dem internationalen Druck nicht beugen.