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Buenos Aires: Mutmaßlicher Kriegsverbrecher Milan Lukic in Argentinien verhaftet

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Buenos Aires: Mutmaßlicher Kriegsverbrecher Milan Lukic in Argentinien verhaftet

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Der vom Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gesuchte Anführer der serbischen Paramilitärs “Weiße Adler”, Milan Lukic, ist in Argentinien gefasst worden.

Der 37-jährige Serbenführer hatte sich in Buenos Aires als südafrikanischer Geschäftsmann ausgegeben. In seiner Wohnung in einem Nobelviertel der Stadt kam es zur Festnahme. Der Polizeiaktion war eine koordinierte Zusammenarbeit der serbischen und argentinischen Sicherheitskräfte vorausgegangen, sagte eine Sprecherin der UNO-Chefanklägerin Carla del Ponte Lukic muss sich vor dem Tribunal in Den Haag als Anführer der Paramilitärs für Morde, Folter und systematische Vertreibungen von Muslimen in Ostbosnien während des Bürgerkrieges 1992-1995 verantworten. Schon im Juli war er von einem Gericht in Belgrad zu 20 Jahren Haft verurteilt worden, weil die von ihm angeführten Truppen an der bosnisch-serbischen Grenze 16 Muslime ermordeten. Damit ist er der zweite mutmaßliche serbische Kriegsverbrecher, der in Argentinien gefasst wurde: Bereits am Anfang Mai wurde Nebojsa Minic von der Polizei in Mendoza verhaftet.