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IAEO fordert Iran zum Verzicht auf Uranaufbereitung auf

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IAEO fordert Iran zum Verzicht auf Uranaufbereitung auf

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Der IAEO-Gouverneursrat der Internationalen Atomenergie-Organisation billigte einstimmig eine entsprechende Resolution, die von der EU eingeracht worden war. IAEO-Chef Mohamed Al-Baradei forderte eine Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Iran: “Ich sehe darin eine Aufforderung für alle Parteien, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Erklärungen des Iran und der drei europäischen Staaten, daß sie bereit sind, die Verhandlungen fortzusetzen, haben mich ermutigt.” El Baradei bestätigte, dass zurzeit alles von Iran erklärte atomare Material unter der Aufsicht der IAEO stehe. Der Iran bezeichnete die Resolution als “nicht hinnehmbar”. Zugleich erklärte er jedoch seine Bereitschaft, weiter mit der IAEO zusammenzuarbeiten und seine Verpflichtungen zur Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen einzuhalten. Der iranische Unterhändler drohte allerdings damit, dass Teheran sich nicht mehr an das Pariser Abkommem vom November halten werde, mit dem die Uran-Umwandlung für die Dauer der Verhandlungen ausgesetzt worden war. Der Iran hatte am Mittwoch unter Kontrolle der IAEO die letzten Siegel an der umstrittenen Anlage in Isfahan entfernt, um sie wieder vollständig in Betrieb zu nehmen. Die Anlage dient der Uranumwandlung, einer Vorstufe der Anreicherung. Vertreter der Blockfreien Staaten hatten versucht, den Text abzuschwächen.