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Zerreißprobe in Israel wegen Gazaabzug geht weiter

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Zerreißprobe in Israel wegen Gazaabzug geht weiter

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Wenige Tage vor Beginn des Rückzugs aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee noch einmal mit der Veröffentlichung von Manöverbildern ihre Bereitschaft demonstriert, die Räumung der jüdischen Siedlungen notfalls auch mit Gewalt durchzusetzen. 10.000 israelische Soldaten nahmen an der Übung teil.

Währenddessen haben zahlreiche Siedler mit dem Packen begonnen, um den Abzugsplänen der Regierung Scharon Folge zu leisten. Bis zu 2.700 Abzugsgegner sollen sich aber illegal in die zu räumenden Siedlungen geschmuggelt haben, um den Rückzug zu verhindern. Der israelische Staatspräsident Mosche Katzav forderte unterdessen die Siedler im Gazastreifen in einer Fernsehansprache zu einem friedlichen Abzug auf. Die Siedler müßten sich der Entscheidungen von Parlament und Regierung fügen, so Katzav. Inzwischen wird berichtet, dass Ministerpräsident Ariel Scharon angesichts schwindenden Rückhalts in seinem eigenen Likud-Block plane, notfalls eine eigene Partei zu gründen. Zehntausende Abzugsgegner demonstrierten gestern an der Klagemauer in Jerusalem gegen die Räumung der Siedlungen. Auch heute sollen die Proteste fortgesetzt werden.