Eilmeldung

Eilmeldung

Nach Stoibers Aussagen übt Kanzlerkandidatin Angela Merkel Schadensbegrenzung

Sie lesen gerade:

Nach Stoibers Aussagen übt Kanzlerkandidatin Angela Merkel Schadensbegrenzung

Schriftgrösse Aa Aa

Die Kanzlerkandidatin der deutschen Konservativen, Angela Merkel, geht auf Distanz zu Edmund Stoiber. Sie kritisierte die umstrittenen Aussagen des CSU-Vorsitzenden als wahlkampfgefährdend. Merkel, die stets betonte, Kanzlerin aller Deutschen werden zu wollen, sagte in einer Talk-Show: “Wählerbeschimpfung ist das Falsche, das, was wir nicht brauchen können und alles was dazu beiträgt, ob gewollt oder nicht gewollt, dass Deutschland letztlich eher wieder gespalten wird als dass wir zur Einheit kommen, ist völlig kontraproduktiv. Was mir wichtig ist, dass alle lernen, in Ost und West, dass wir nur gemeinsam zum Erfolg haben können.” Stoibers Kommentar, frustrierte Ostdeutsche dürften die Wahl nicht entscheiden, rief Empörung auf allen Titelseiten deutscher Tageszeitungen hervor. Es hagelte massive Kritik von Politikern aller Parteien. Einer Umfrage zufolge sind mehr als 70 Prozent der Bundesbürger der Auffassung, Stoiber beleidige die ostdeutschen Wähler. Dieser mühte sich inzwischen mit Erklärungen ab. Er fühle sich missverstanden. Er habe niemanden beschimpfen, sondern alle wachrütteln wollen. Ob die ostdeutschen Wähler ihm das abkaufen, wird sich spätestens bei der Wahl zeigen.