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Gazaräumung: Jugendliche leisten hartnäckig Widerstand

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Gazaräumung: Jugendliche leisten hartnäckig Widerstand

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Wenn die israelischen Streitkräfte in der kommenden Woche zur Räumung der Siedlungen schreiten werden, dann wissen sie, daß es vor allem Jugendliche sein werden, die Widerstand leisten. Nur ein kleiner Teil derer, die zunächst mit Flugblättern und Demonstrationen versucht haben, die Unterstützung der Öffentlichkeit zu gewinnen und die sich nun in den Siedlungen verbarrikadieren wollen, kommt aus dem Gazastreifen. Viele hat ein Gemisch aus Religion und Nationalismus aus allen Teilen Israels nach Gaza getrieben.

“Wir sind nicht zum Vergnügen hier. Wir haben wichtigeres zu tuen, aber wir kommen hierher, weil wir an die Ideale glauben, für die die Siedlungsbewegung steht. Mit Gottes Hilfe werden wir den Abzug verhindern”, hofft einer von ihnen. Um zu verhindern, daß weitere Gegner des Abzugs in die Siedlungen gelangen, hat die israelische Armee inzwischen den Zugang zu ihnen streng abgeriegelt. Bei der Räumung der insgesamt 25 Siedlungen werden etwa 55.000 Soldaten eingesetzt. Sie wird voraussichtlich in etwa drei Wochen abgeschlossen sein. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon deutete in einem Interview mit der Tageszeitung Jedioth Ahronoth an, daß anschließend weitere Siedlungen aufgegeben werden könnten, um sicherzustellen, daß die Großsiedlungen wie Ariel bei einem Friedensvertrag Israel angegeliedert werden können.