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Nach Attentat in Sri Lanka - Angst um Friedensprozeß

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Nach Attentat in Sri Lanka - Angst um Friedensprozeß

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Nach der Ermordung des sri lankischen Außenministers Lakshman Kadirgama mehren sich die Befürchtungen, der Waffenstillstand zwischen tamilischen Seperatisten und der Zentralregierung könntenicht halten. Polizei und Militär vermuten die Tamilischen Befreiungstiger hinter dem Mord. Doch die wiesen im Internet jede Verantwortung zurück und erhoben ihrerseits schwere Vorwürfe gegen das Militär: Teile der Armee versuchten, den Waffenstillstand zu sabotieren, erklärten sie.

Der Politikwissenschaftler Rohan Edirisinhe ist skeptisch, was den Friedensprozess angeht: “Der Mord an Kadirgama stärkt selbstredend die Position der Hardliner, die argumentieren, daß sich die Befreiungstiger nicht geändert haben und daß es keinen Sinn macht mit einer derartigen Organisation zu verhandeln”, sagte Edirsinhe gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Nur wenige Stunden nach dem Attentat verhängte Staatspräsidentin Kumaratunga den Ausnahmezustand über Sri Lanka. Er ermächtigt die Polizei dazu, Verdächtige ohne richterlichen Beschluss für längere Zeit festzuhalten. Kadirgama, selbst Tamile, hatte entscheidend dazu beigetragen, daß die Befreiungstiger von den USA und Großbritannien als “teroristische Orgnaisation” eingestuft wurden. Er galt als potentielles Anschlagsziel und wurde von mehr als 130 Sicherheitskräften geschützt.