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Nach Ermordung des Außenministers: Ausnahmezustand in Sri Lanka

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Nach Ermordung des Außenministers: Ausnahmezustand in Sri Lanka

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In Sri Lanka ist auf unbestimmte Zeit der Ausnahmezustand verhängt worden. Die Regierung des Landes ergriff die Maßnahme nach der Ermordung des Außen-ministers Lakshman Kadirgamar, der nahe seines Hauses von Unbekannten niederge-schoßen worden war.

Das Militär rief die Einwohner der Hauptstadt Colombo auf, in ihren Häusern zu bleiben. Die Hintergründe der Tat sind vorerst noch unklar, das Militär machte für das Attentat die separatistische tamilische Rebellengruppe LTTE verantwortlich. Der ermordete Außenminister galt als Feind der LTTE, er hatte mehrfach gefordert, dass diese von der internationalen Staatengemeinschaft als Terror- Organisation verurteilt wird. Seit drei Jahren herrscht in Sri Lanka zwischen Regierung und Rebellen ein brüchiger Waffenstillstand. Davor hatte ein 20 Jahre andauernder Bürgerkrieg fast 70.000 Menschen das Leben gekostet.