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Höchste Sicherheitsstufe in Jerusalem

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Höchste Sicherheitsstufe in Jerusalem

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Einen Tag vor Beginn des Abzugs der jüdischen Siedlungen aus dem Gazastreifen steigt in Jerusalem die Angst vor gewaltsamen Ausschreitungen. Tausende Sicherheitskräfte haben den Zugang zur Altstadt aus Furcht vor Zusammenstößen zwischen Juden und Muslimen teilweise abgesperrt. An diesem Sonntag begehen gläubige Juden den Fastenstag “Tischa Baw”. Es handelt sich gleichzeitig um einen Gedenktag zur Erinnerung an die Zerstörung der beiden biblischen Tempel in Jerusalem. Für viele ist der Tag ein Synonym für Tragödien des jüdischen Volkes, wie die Vertreibung aus Spanien oder der Holocaust. Hunderte Gläubige versammelten sich vor der Klagemauer. Einige beteten die ganze Nacht hindurch. Die Sicherheitskräfte bewachen insbesondere den Zugang zum Tempelberg. Es lägen Hinweise vor, dass rechtsgerichtete Juden und Gegner des israelischen Abzuges aus dem Gazastreifen dorthin vordringen wollten, hieß es. Dies wiederum erboste gläubige Muslime. Aus diesem Grund wurden auch nur muslimische Frauen, Kinder und Muslimische Männer über 45 Jahre auf den Tempelberg gelassen. Die Räumung aller 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen soll am Montag beginnen. Allen, die dann noch nicht ihre Häuser verlassen haben, wird eine Frist von 48 Stunden eingeräumt. Danach beginnt die Zwangsräumung, das heißt, dass die israelische Polizei ab Mittwoch auch gewaltsam einschreiten kann, um die Siedler zum Abzug zu bewegen.