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Stoiber will sich nicht entschuldigen - Deutsche Konservative verlieren in Meinungsumfragen weiter an Boden

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Stoiber will sich nicht entschuldigen - Deutsche Konservative verlieren in Meinungsumfragen weiter an Boden

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Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber sieht nach seinen heftig kritisierten Aussagen über das Wahlverhalten in Ostdeutschland keinen Grund zur Entschuldigung. In einem Interview mit dem deutschen Fernsehen in Südfrankreich sagte der CSU-Politiker, er habe ausschließlich auf das Erstarken der Linkspartei von Gregor Gysi und Oskar Lafontaine gezielt.

Stoiber sieht seine Aussage, dass nicht die Frustrierten die vorgezogenen Bundestagswahlen in Deutschland entscheiden dürften, falsch verstanden. Doch Meinungsumfragen zufolge hat die konservative Kanzlerkandidatin Angela Merkel einen weiteren Imageschaden erlitten – sie liegt dort nur noch 9 Prozent vor den Sozialdemokraten, im Juni waren es noch 20 Prozent. Deutsche Tageszeitungen berichteten, dass Merkel Stoiber in einem Telefonat mitgeteilt haben soll, dass seine Bemerkungen für den Wahlkampf nicht hilfreich gewesen seien. Unterdessen gaben Bundeskanzler Gerhard Schröder und SPD-Chef Franz Müntefering am Samstag in Hannover den Startschuss zum bundesweiten Wahlkampf der SPD. In seiner Rede griff Schröder die Union scharf an, indem er sagte die Kraftmeierei und Geschmacklosigkeiten von Stoiber sowie die Führungsschwäche von Merkel seien nicht geeignet, das Land zusammenzuhalten.