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Irak: Verfassungsrat kann Differenzen noch nicht beilegen

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Irak: Verfassungsrat kann Differenzen noch nicht beilegen

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Das Tauziehen um die neue irakische Verfassung geht weiter. In Bagdad soll heute Abend der Entwurf dafür vorgestellt werden. Doch ob die irakischen Parteien, ihren Zeitplan einhalten können, ist fraglich. Während Kurden und Schiiten Autonomieregelungen für den Norden und Süden des Landes anstreben, wollen die Sunniten eine starke Zentralregierung und eine maßgebende Rolle des Islam in der Verfassung verankern. “Es ist offensichtlich, dass Amerikaner und Briten ihre eigenen Ideen vorziehen und deshalb einen großen Druck auf den Verfassungsrat ausüben,” sagte der schiitische Scheich Fatih al-Kashif al-Ghada. Sollten sich die Verhandlungspartner auf eine gemeinsame Verfassung einigen, sollen die wahlberechtigten Iraker im Oktober darüber abstimmen. In Wahlbüros können sich Iraker bereits für das Referendum registrieren lassen.Unterdessen demonstrierten in der Stadt Duhouk im Norden des Landes tausende kurdische Iraker für die Unabhängigkeit der Region. Sie fordern, es müsse auch ein Referendum über den zukünftigen Status des kurdisch dominierten Nordirak abgehalten werden.