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Israelischer Abzug wird zum Nervenkrieg

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Israelischer Abzug wird zum Nervenkrieg

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Bis Mitternacht haben die verbliebenen Siedler noch Zeit, die zu räumenden Siedlungen im Gazastreifen und im Westjordanland zu verlassen. Andernfalls soll das israelische Militär die Räumung der Außenposten notfalls mit Gewalt erzwingen. In mehreren Siedlungen verschanzten sich Siedler und angereiste Abzugsgegner hinter versperrten Toren und Barrikaden vor der Polizei, wie in Alei Sinai.

Mehr als 150 Abzugsgegner wurden im Süden Israels festgenommen, als sie versuchten, zu den Siedlungen vorzudringen. Auch wenn genaue Zahlen noch nicht vorliegen, soll eine Mehrheit der 9.000 Siedler bereits aus den 21 betroffenen Siedlungen im Gazastreifen weggezogen sein. Zwei der vier zu räumenden Siedlungen im Westjordanland sollen ebenfalls fast vollständig verlassen sein, hieß es. Vor Beginn des Abzugs waren bereits etwa 300 der insgesamt rund 1700 jüdischen Siedlerfamilien aus dem Gazastreifen abgereist. Bis zu 5000 Abzugsgegner sollen sich aber den Widerstand leistenden Siedlern angeschlossen haben.