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Rangeleien im Gazastreifen: die Räumung der Siedlungen läuft weiter

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Rangeleien im Gazastreifen: die Räumung der Siedlungen läuft weiter

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Der Countdown läuft. Nur wenige Stunden, bevor die Frist zur freiwilligen Räumung des Gazastreifens abläuft, bleibt die Situation angespannt. In Newe Dekalim stießen Abzugsgegner mit israelischen Sicherheitskräften aneinander, nachdem sich diese am frühen Morgen Zugang zu der größten Siedlung im Block Gusch-Katif verschafft hatte.Nach Rangeleien nahm die Polizei etwa 50 Menschen fest. Die meist jugendlichen Demonstranten versuchten, Straßen durch Sitzblockaden zu blockieren und so die Abreise von jüdischen Siedlern zu verhindern. Einige Abzugsgegner versuchten mit allen Mitteln, Chaos anzurichten. Sie zerstachen Reifen von Umzugswagen oder setzten Müllcontainer in Brand. Um Mitternacht läuft die Frist ab. Danach beginnt für die restlichen Einwohner der 21 Siedlungen die Zwangsräumung.

Besonders erbitterter Widerstand wird aber gar nicht von den Bewohnern, sondern von den etwa 5000 angereisten Abzugsgegnern erwartet. Sie waren, teils mit gefälschten Ausweisen, in den vergangenen Tagen und Wochen illegal in den Gazastreifen gekommen. Doch es gibt auch Positives aus Sicht der israelischen Regierung zu berichten: Eine erste Siedlung war am Dienstagnachmittag bereits komplett geräumt. Es handelte sich um Dougit, im Norden des Gazastreifens. Alle 79 Bewohner verließen ihre Wohnungen. Und sie warennicht die Einzigen. Viele Siedler haben ihre Häuser bereits aufgegeben. 600 der insgesamt 1700 Familien aus dem Gazastreifen seien ausgereist, teilte die Regierungsbehörde für den Abzug mit.