Eilmeldung

Eilmeldung

Gaza: Erste Siedlungen zwnagsgeräumt

Sie lesen gerade:

Gaza: Erste Siedlungen zwnagsgeräumt

Schriftgrösse Aa Aa

Die israelische Armee hat am Mittwoch die Zwangsräumung der ersten Siedlungen im Gazastreifen abgeschlosssen. Mehrere tausend unbewaffnete Soldaten kämmten die Straßenzüge durch und zerrten widerspenstige Siedler in bereitgestellte Busse. Die Soldaten drangen auch in die Synagogen von Bedolah und Tel Katifa ein, um Siedler, die sich dort verbarrikadiert hatten, zu entfernen.

Trotz aller Proteste und des Widerstandes zahlreicher Siedler konnte in den Siedlungen selbst bislang massive Gewalt vermieden werden. Die Armee riß bereits die ersten Häuser nieder. Seit dem Beginn des Einsatzes am Morgen seien schon mehr als 500 Häuser und öffentliche Gebäude geräumt worden, sagte eine Militärsprecherin in Tel Aviv. Viele der insgesamt 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen waren bereits teilweise verlassen. An einem Grenzübergang zum Gazastreifen setzte sich eine Israelin aus Protest gegen den Abzug selbst in Brand. Sie erlitt an 60 Prozent ihres Körpers Verbrennungen, sagte eine Polizeisprecherin. In Morag stach eine Siedlerin einen Soldaten mit der Nadel einer Spritze nieder. Es waren die bislang schwersten Zwischenfälle. Widerstand wird vor allem von rund 5000 militanten Israelis erwartet, die in den vergangenen Tagen und Wochen illegal in den Gazastreifen eingereist waren. In den letzten Tagen hatte die Polizei bereits mehrere Hundert Menschen festgenommen. Die Sicherheitskräfte gehen davon aus, daß sich neben den zum Teil gewaltbereiten Demonstranten noch etwa 4000 jüdische Siedler in dem Gebiet aufhalten.