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Nahost: Abbas würdigt Räumung jüdischer Siedlungen als "historisch"


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Nahost: Abbas würdigt Räumung jüdischer Siedlungen als "historisch"

Die Räumung der jüdischen Siedlungen im Gazastreifen kommt voran. Vor der Pause zum Sabbat stürmten die israelischen Sicherheitskräfte auch die dritte Bastion der Abzugsgegner, die Siedlung Gadid. Die Bewohner und Demonstranten wurden zwangsevakuiert. Polizisten und Soldaten brachten etwa 90 Menschen aus der Synagoge, wo diese sich verschanzt hatten.

17 der insgesamt 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen sind inzwischen geräumt. Bis zum Beginn der kommenden Woche soll der Abzug abgeschlossen sein. Während die letzten Siedler ihr Hab und Gut zusammenpacken, rücken in den verlassenen Siedlungen die Bagger und Planierraupen an. In Kyriam Atzmona im Süden des Gebiets zerstörten die Einsatzkräfte die ersten verwaisten Häuser. Vier Wochen nach dem Ende des Abzugs, so die israelische Regierung, soll der Gazastreifen an die palästinensische Autonomiebehörde übergeben werden. Ortswechsel: Gaza Stadt. Mahmud Abbas äußerte sich am Rande einer Kundgebung am Flughafen erstmals seit Beginn des israelischen Abzugs öffentlich. Der Palästinenserpräsident würdigte die Räumung der jüdischen Siedlungen als “historisch”. Sie sei ein Resultat der Opferbereitschaft, Geduld und Entschlossenheit des palästinensischen Volkes. Zuvor waren auch kritische Töne auf Seiten der Palästinenser laut geworden – die Zwangsevakuierungen seien von Israel medienwirksam inszeniert worden, hieß es. Als Zeichen für einen Neuanfang kündigte Abbas die baldige Wiederinbetriebnahme des Flughafens Gaza an, den Israel nach Beginn der Intifada zerstört hatte.
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