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In Ecuador protestiert die Bevölkerung gegen Ölpolitik

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In Ecuador protestiert die Bevölkerung gegen Ölpolitik

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Die anhaltende Protesten und die Verhängung des Notstandes haben die Erdölförderung in dem südamerikanischen Land weitgehend zum Erliegen gebracht. Der Export wurde zur Sicherung der nationalen Energiereserven ganz eingestellt. Die Demonstranten fordern Investitionen in die Infrastruktur, vor allem in den Straßenbau. Zudem sollten die multinationalen Ölkonzerne in den Amazonasgebieten Sucumbios und Orellana Bewohner der Region einstellen. Vor diesem Hintergrund trat Verteidigungsminister Solon Espinoza zurück. Sein Nachfolger, Oswaldo Jarrin, ließ keinen Zweifel daran, dass die Sicherheitskräfte gemäß ihrer Aufgabe und der Verfassung die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Ordnung im Lande wiederherzustellen. Er fügte hinzu, dass das Militär Gewalt anwenden dürfe, sofern dies nötig sei. Ecuador ist der zweitgrößte Öllieferant der USA. Durch den Exportstopp gehen Ecuador Einnahmen von etwa 80 Millionen Euro verloren. Bei sofortigem Ende der Proteste würde es nach Angaben des Energieministeriums zwei Monate dauern, um die Produktion wieder auf Normalniveau anzufahren.