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Israelische Soldaten räumen weitere Siedlungen im Gazastreifen

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Israelische Soldaten räumen weitere Siedlungen im Gazastreifen

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Im Gazastreifen ist die Räumung israelischer Siedlungen fortgesetzt worden. Hunderte Soldaten drangen in die Siedlungen Azoma, Katif und Slaw ein. Dort hatten sich, wie schon in den bereits geräumten Gebieten, die Siedler verschanzt. Soldaten forderten die Bewohner zum verlassen ihrer Häuser auf. Angaben über Handgreiflichkeiten gab es zunächst nicht. Unterdessen bezeichnete der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon die radikalen Siedler, die Soldaten unter anderem mit Säure angegriffen und mehrere von ihnen verletzt hatten, als “Hooligans”.

Noch immer befinden sich in sieben Siedlungen Menschen. Als letzte im Gazastreifen soll Nezarim geräumt werden. Die Bewohner wollen nach Ariel, ins Westjordanland ziehen, während das israelische Kabinett die Auflösung der Sieldungsanlagen Sanur, Homesh, Kadim und Gadim bekannt gab. Dort werden ähnlich dramatische Szene erwartet, wie im Gazastreifen. In Sanur kam es bereits zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Sieldern und Soldaten. Trotz des Widerstands geht die israelische Armee geht davon aus, daß alle 25 zu evakuierenden Siedlungen im Gazastreifen und nördlichen Westjordanland bis Ende der Woche geräumt sein werden. Im Gazastreifen hat die israelische Armee bereits damit begonnen die leerstehende Siedlerhäuser abzureißen. Es ist Teil der Abmachung zwischen Israel und den Palästinensern. Die Autonomiebehörde hatte eine Zerstörung der Häuser gewünscht um dort eigene Bauprojekte zu verwirklichen.