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Großbrand bedroht portugiesische Universitätsstadt

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Großbrand bedroht portugiesische Universitätsstadt

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Einer der Brandherde in Portugal hat die Außenbezirke der Universitätsstadt Coimbra im Zentrum des Landes erreicht. Mehrere Häuser in einer der Vorstädte brannten bereits nieder. Die Siedlung war zuvor geräumt worden. Auch eine psychiatrische Klinik mußte evakuiert werden. Die Stadt gab Katastrophenalarm. Unterdessen ist Hilfe aus dem Ausland eingetroffen. Löschflugzeuge aus Frankreich und Spanien sind einsatzbereit. Im Laufe des Tages werden drei Hubschrauber aus Deutschland und eine Maschine aus Italien erwartet. Insgesamt kämpfen die Löschmannschaften gegen 30 Brandherde. Das Land wurde in vier Gefahrenzonen unterteilt. Von höchster Alarmstufe im Norden bis zu mäßiger Gefahr im Süden. Es gibt kein Gebiet mehr das nicht von den Flammen bedroht ist.

Unterdessen wird kritisiert, dass die Regierung erst jetzt internationale Hilfe angefordert hat. Die Regierung in Lissabon hat bisher mit dem Einsatz der Armee und professionellen Feuerwehrleuten gezögert. Viele Einwohner sind im Kampf gegen die Flammen auf sich selbst gestellt. Die Brände haben in diesem Jahr mindestens 15 Menschen das Leben gekostet, darunter elf Feuerwehrleuten der freiwilligen Feuerwehr.140.000 Hektar Land wurden verwüstet.