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Hinter den Kulissen des Abzugs aus dem Gaza-Streifen: Israels Armee im Dauerstreß

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Hinter den Kulissen des Abzugs aus dem Gaza-Streifen: Israels Armee im Dauerstreß

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Bei den Zwangsräumungen im Gaza-Streifen steht die Wut und Trauer der jüdischen Siedler im Vordergrund.

Viel weniger offensichtlich ist dabei jedoch: für die Soldaten der israelischen Armee handelt es sich um einen Einsatz unter Extrembedingungen. Viele der Angehörigen der Sicherheitskräfte haben sich ihr Einsatzgebiet nicht ausgesucht, sondern müssen sich an den Zwangsräumungen beteiligen. Die Aufgabe der weiblichen Soldaten im Laufe der Räumungen ist oft, Frauen und Kinder aus den Siedlungen zu entfernen. Beschimpfungen der Soldaten durch aufgebrachte Siedler sind an der Tagesordnung, die Räumungskräfte werden aber auch moralisch unter Druck gesetzt. “Es ist am härtesten, wenn sie uns sagen, Gott sieht Euch zu. Dann stelle ich mir Fragen: was will Gott von uns? – ich bin sehr gläubig. Will er wirklich, dass wir das machen?”, so eine Soldatin. Sie und ihre Kollegen wurden in wochenlangen Trainingseinheiten auf die Aktion im Gaza-Streifen vorbereitet. Es ist eine Konfrontation mit denjenigen, die glauben, dass ihnen das Land im Gaza-Streifen von Gott gegeben ist.