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Umstrittene Privatisierung: Frankreich verkauft restliche Autobahn-Anteile

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Umstrittene Privatisierung: Frankreich verkauft restliche Autobahn-Anteile

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Nach Ablauf der Frist für die Bieter an diesem Montag um 18 Uhr prüft das Finanzministerium in Paris nun bis Mittwoch, wer jeweils den Zuschlag für die französischen Autobahngesellschaften bekommen soll. Der französische Staat verkauft seine Anteile an drei Betreibergesellschaften, an denen er bisher zwischen fünfzig und gut siebzig Prozent hielt. Diese Firmen unterhalten rund 8.000 der 11.000 Autobahnkilometer in Frankreich und lassen sich dies durch Mautgebühren bezahlen. Über die Höhe der Maut soll aber auch künftig der Staat die Kontrolle behalten.

Um die drei Gesellschaften im Norden und Osten, im Paris-Rhein-Rhone-Dreieck und im Süden bewerben sich neben zwei französischen Konsortien auch spanische und italienische Interessenten. Der Rückzug der französischen Telekom-und Bau-Gruppe Bouyges Ende Juli hatte den ausländischen Bewerbern Hoffnungen gemacht. Die Privatisierung der staatlichen Anteile an den Autobahnbetreibern ist in Frankreich umstritten. Oppositionspolitiker werfen der konservativen Regierung vor, nur kurzfristig Löcher in den öffentlichen Kassen stopfen zu wollen. Langfristig bringe es mehr Geld ein, weiter die Maut zu kassieren.