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Nach wiederholten Flugzeugabstürzen: wie sicher ist das Fliegen noch?

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Nach wiederholten Flugzeugabstürzen: wie sicher ist das Fliegen noch?

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August 2005: 335 Menschen sind in diesem Monat schon bei Abstürzen ums Leben gekommen.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2004 starben weltweit 514 Menschen bei Flugzeugunglücken. Auf eine Million Starts und Landungen kommen durchschnittlich 1,5 Unfälle. Seit den 60er Jahren hat sich dieser Anteil um das 30fache verringert.1947 zählte man 8 Millionen Passagiere, 2004 fast 4 Milliarden. Die Anzahl der Todesopfer pro Jahr blieb bei 1.000. Demnach wäre Fliegen also sehr viel sicherer geworden. 2020 erwarten Experten 7 Milliarden Fluggäste – und ein Unglück pro Woche. Aber alles hat seinen Preis – auch das vermeintliche Schnäppchen bei den Billig-Fliegern. Sie haben laut Statistik mehr Unfälle als die klassische Konkurrenz. Manchmal scheint das selbst Schäppchenjägern zu dämmern: kürzlich weigerten sich Passagiere, in eine Maschine der Gesellschaft “Alexandair” einzusteigen, die ihnen zu unsicher erschien. Es gibt die in Paris ansässige 1944 gegründete “Organisation für zivile Luftfahrt”. Ihr gehören 187 Staaten an. Ihre Experten können aber nur Gutachten erstellen und Empfehlungen aussprechen.Lande- bzw. Flugverbote können nur die jeweiligen staatlichen Behörden aussprechen und durchsetzen. Die französische Zeitung “Le Monde” hat eine “schwarze Liste” jener Länder veröffentlicht, die es mit der Durchsetzung von Sicherheitsstandards nicht so genau nehmen. “Die Informationen, um es besser zu machen, sind da. Was fehlt ist zumeist der politische Wille”, so die Schlußfolgerung von Odile Saugues, Autorin einer Studie zur Flugsicherheit.