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Nach dem Brand in Paris - Heftige Debatte um Lebensbedingungen von Einwanderen

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Nach dem Brand in Paris - Heftige Debatte um Lebensbedingungen von Einwanderen

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Nach dem Brand eines Wohnhauses in Paris mit 17 Toten sind mehrere Hundert Menschen aus Protest gegen die französische Einwanderungspolitik auf die Straße gegangen. Vor der Brandruine im Südosten der französischen Hauptstadt prangerten die Demonstranten die schlechte Unterbringung von Immigranten durch die Behörden an.

Das verheerende Feuer war in der Nacht zum Freitag im Treppenhaus des als baufällig und verdreckt beschriebenen Gebäudes ausgebrochen. Die Ursache ist weiterhin unklar. Mit 130 Bewohnern war das Haus völlig überbelegt. Die Betroffenen stammen überwiegend aus Westafrika, die meisten aus Mali und dem Senegal. Unter den 17 Toten waren 14 Kinder. 30 Menschen wurden verletzt. Das Unglück hat die Debatte um Wohnungsknappheit und Lebensbedingungen von Einwanderen in Frankreich verstärkt – erst im April waren bei einem Brand in einem Pariser Billighotel mehr als 20 Asylbewerber ums Leben gekommen. Neben der Trauer, mit der die Angehörigen der Opfer nach der jüngsten Katastrophe umgehen müssen, bleibt der unsichere Blick in die Zukunft – allein in Paris warten nach Angaben der Behörden derzeit mehr als 100 000 Familien auf eine Sozialwohnung.