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China und die EU ringen weiter um Einigung im Textil-Streit

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China und die EU ringen weiter um Einigung im Textil-Streit

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Im Streit um den chinesischen Textilimport will der europäische Handelskommissar Peter Mandelson den EU-Staaten morgen Lösungen vorschlagen. In erster Linie gehe es darum, die Situation zu entspannen und die in europäischen Zolllagern festsitzenden Kleidungsstücke aus China auf den Markt zu bringen. Bis Mitte September will Mandelson die strittigen Parteien zu einer Einigung bewegen. Seit vier Tagen diskutieren chinesische und EU-Vertreter in Peking über die Art, wie die Ware freigegeben werden kann. Chinesische Exporteure werfen der Europäischen Union vor, eine solche Krise bei der Aufhebung der Quoten nicht vorhergesehen zu haben. Dies sei allerdings nicht ihre Schuld. Nach dem Wegfall des Quotensystems am 1. Januar waren die Importe aus China drastisch angestiegen. Die daraufhin wiedereingeführten Jahresquoten waren aber bereits im Juni weitgehend erschöpft. Nun geht es darum, ob es zu einer Quotenerhöhung kommt oder ob Quoten vom kommenden Jahr vorgezogen werden. Frankreich, Italien und Spanien befürworten das neue Quotensystem, um ihre Textilindustrie zu schützen. Dagegen wünschen die Niederlande und die skandinavischen Staaten die Rückkehr zum Freihandel.