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Neuer Selbstmordanschlag in Israel - Mindestens zehn Verletzte

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Neuer Selbstmordanschlag in Israel - Mindestens zehn Verletzte

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Bei einem Selbstmordanschlag im israelischen Beer-Sheva sind mindestens zehn Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich zu Beginn der israelischen Arbeitswoche auf dem zentralen Busbahnhof der Wüstenstadt. Ein Mann versuchte Augenzeugenberichten zufolge in einen Bus einzusteigen. Als Sicherheitskräfte ihn daran hinderten, flüchtete er und zündete Sekunden späteren Sprengsatz.

Es war der erste palästinensische Selbstmordanschlag gegen Israel seit dem Abzug jüdischer Siedlugen aus dem Gaza-Streifen. Nur Minuten vor der Explosion in Beer-Sheva hatte der israelische Rundfunk ein Interview mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gesendet. In diesem hatte Abbas erklärt, die Waffenruhe mit Israel sei weiter in Kraft und zeitlich nicht begrenzt. Israels Vizeministerpräsident Shimon Peres sagte in einer ersten Reaktion, Terror-Anschläge wie dieser gefährdeten nicht nur die Sicherheit Israels, sondern auch das Schicksal der Palästinenser. Vor über einem Monat hatte Ministerpräsident Ariel Sharon den Palästinensern mit drastischen Maßnahmen gedroht, falls es zu erneuten Anschlägen käme. Vor dem Hintergrund des Attentats in Beer-Sheva stimmt das israelische Parlament heute über den geplanten Rückzug der Armee von der Grenze zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten ab.