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Kovaljov zu Aufakt von Solidarnosc-Gedächtnis-Konferenz mit harten Worten gegen Putin

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Kovaljov zu Aufakt von Solidarnosc-Gedächtnis-Konferenz mit harten Worten gegen Putin

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In Warschau ist eine internationale Konferenz anlässlich des 25.Jahrestagesder Gründung von Solidarnosc eröffnet worden. Intellektuelle, Philosophen und Politiker aus aller Welt haben sich in Polens Hauptstadt eingefunden, um im Geist der Gewerkschaft aus den 80er Jahren zeitgenössische politische Probleme zu diskutieren. Zu Beginn trat der russische Dissident Sergej Kovaljov auf, der heftige Kritik an der Regierung seines Landes äußerte.

Diese nannte er autoritär und in Russland sei eine rot-braune Revolution wahrscheinlicher als eine orangefarbene, so Kovaljov wörtlich. Bereits am Montag Vormittag hatte das polnische Parlament in einer Sondersitzung der Gründung von Solidarnosc gedacht. Ehrengast war Lech Walesa, ehemaliger Präsident Polens und Friedensnobelpreis- träger. Der heute 61-jährige äußerte, der Sieg von Solidarnosc ginge für immer in das nationale Erbe und kollektive Gedächtnis Polens ein. Walesa war im August 1980 Verhandlungsführer der streikenden Arbeiter der Lenin-Werft in Danzig, die gegenüber der kommunistischen Regierung die Gründung einer freien Gewerkschaft durchsetzten. Die Konferenz schließt am Mittwoch in Danzig, wo der Geburtstag von Solidarnosc im Rahmen einer offiziellen Zeremonie begangen werden wird.