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Sondersitzung im Warschauer Parlament zum Gedenken an "Solidarnosc"-Gründung

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Sondersitzung im Warschauer Parlament zum Gedenken an "Solidarnosc"-Gründung

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Das polnische Parlament hat der Gründung der Gewerkschaft “Solidarnosc” vor 25 Jahren gedacht.

Ehrengast der Sondersitzung war Lech Walesa, ehemaliger Präsident Polens und Friedensnobelpreisträger. Walesa war im August 1980 Verhandlungsführer der streikenden Arbeiter der Lenin-Werft in Danzig, die gegenüber der kommunistischen Regierung die Gründung einer freien Gewerkschaft durchsetzten. Die Symbolkraft, die von Solidarnosc ausging, gilt als ursprünglich für das Entstehen von Demokratiebewegungen in vielen Ländern des einstigen Warschauer Paktes. Der heute 61-jährige Walesa äußerte, der Sieg von Solidarnosc ginge für immer in das nationale Erbe und kollektive Gedächtnis Polens ein. In Polen beginnt heute eine internationale Konferenz, die sich ebenfalls dem Gedenken an Solidarnosc verschrieben hat. Teilnehmer sind unter anderem auch EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und Vaclav Havel. Einige ehemalige Weggefährten Walesas hingegen werden offizielle Feierlichkeiten boykottieren – darunter Anna Walentynowicz, deren Entlassung den Danziger Streik ausgelöst hatte. Für sie hat Walesa im Laufe der Jahre die einstigen Ideale verraten.