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Was sind tropische Wirbelstürme?

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Was sind tropische Wirbelstürme?

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Man nennt sie Hurrikan, Zyklon, Taifun oder Willy-Willy, je nachdem ob sie an den Küsten Amerikas, Indiens, des West-Pazifik oder Australiens auftreten. Sie alle sind tropische Wirbelstürme, mit gleicher Entstehungsgeschichte und gleicher Zerstörungskraft. Im Auge des Hurrikans ist es fast windstill und niederschlagsfrei. Tropische Wirbelstürme entstehen über dem Meer, wenn das Wasser mindestens 26 Grad warm ist. Dann verdunstet es schnell, warme Luft steigt auf, bildet Gewitterwolken. Über der warmen Meeresoberfläche mangelt es an Luft, die strömt dank der Luftdruckunterschiede von außen zu. Die sogenannte “Corioliskraft” versetzt die Luftmassen in Rotation. Ein Wirbel entsteht. Die Kondensationsenergie wird in Bewegungsenergie umgewandelt.

Im Auge des Sturms beträgt die Windgeschwindigkeit nur 30 Kilometer pro Stunde,an ihrer Peripherie bis zu 350. Ein Hurrikan kann einen Durchmesser von 900 km erreichen – seine Kraft das 15fache der Hiroshima-Bombe. Hurrikan-Forscher Max Mayfield bezeichnet die vom Sturm aufgetürmten Wellen als die größte Gefahr. Die können viereinhalb bis 6 Meter hoch an Land schlagen, diesmal vielleicht sogar über 7 Meter. Zur zerstörerischen Kraft des Windes kommen sintflutartige Regenfälle. Allein in Florida hat “Katrina” schon doppelt soviel Regen ausgelöst, wie eben in Europa beim Alpenhochwasser gemessen… Zur Erinnerung: Beim Hurrikan “Mitch” , der 1998 über Nicaragua und Honduras raste, starben mehr als zehntausend Menschen.