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Beirut: drei Ex-Geheimdienst-Chefs im Zusammenhang mit Februar-Attentat auf Hariri verhaftet

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Beirut: drei Ex-Geheimdienst-Chefs im Zusammenhang mit Februar-Attentat auf Hariri verhaftet

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Im Februar dieses Jahres war Ex-Ministerpräsident Rafik al-Hariri bei einem Autobomben-Attentat ermordet worden. Heute früh im Morgengrauen wurden nun Geheimdienstquellen zufolge drei Chefs der Sicherheitsdienste von damals verhaftet: Ex-Sicherheitschef Dschamil Al-Sajjid, der frühere Chef der Internen Sicherheitstruppen, Ali al-Hadsch und der ehemalige Chef des Militärgeheimdienstes, Raymond Asar.

Viele Libanesen glauben, dass der syrische Geheimdienst das Attentat zusammen mit dem libanesischen Geheimdienst organisiert hat, der als pro-syrisch gilt. Das Attentat hatte im Libanon anti-syrische Massendemonstrationen ausgelöst. Im April war der Druck so stark geworden, dass Damaskus sich gezwungen sah, seine 14,000 Besatzungs-Soldaten aus dem Libanon abzuziehen. Die UNO schickte den deutschen Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis in den Libanon, um das Attentat zu untersuchen. Mehlis wird dem UN-Sicherheitsrat in den kommenden Wochen Bericht erstatten. Ob die heutigen Verhaftungen mit seinen Ermittlungen in Zusammenhang stehen, ist bisher unklar.