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Israel: Siedler mögen die neuen Wohnungen nicht

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Israel: Siedler mögen die neuen Wohnungen nicht

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Ihre Siedlungen im Gaza-Streifen — übrigens auch vier im Westjordanland — mussten die Siedler aufgeben, aber in die von der Regierung bereitgestellten Wohnungen und Hotel-Apartments wollen sie nicht — hunderte stehen immer noch leer, wie etwa in der Stadt Askalon. Zion Buskila von der Vermietungsagentur sagt: “Bisher haben hier leider nur 60 Leute einen Mietvertrag unterschrieben. Wir fordern die Siedler auf, sich die Wohnungen noch mal anzusehen. Wir hoffen, dass sie noch ja sagen. Wir hatten viel Mühe, diese Wohnungen zu besorgen.”

Rund 9,000 Siedler hat die Regierung vor einer Woche zwangsumgesiedelt. Maya Jacobs von der Umsiedlungs-Agentur findet die Einstellung der Siedler nicht richtig: “Die Siedler, die hier nein sagen, wollen ganz teure Wohnungen mit Blick aufs Mittelmeer. Sie wollen Wohnungen, die 200,000 Dollar kosten, und DAZU noch das Entschädigungsgeld.”. Erstmal haben die Siedler in Askalon aus Protest eine provisorische Zeltstadt aufgebaut. Wie Arik Harpaz wehren sie sich gegen den Vorwurf, nur absahnen zu wollen. Sie sagen, sie wollen einfach zusammenbleiben: “Die Regierung will uns Hotelzimmer geben, aber Hotelzimmer sind kein Zuhause. Ich will ein Zuhause.” Ariks Tochter wurde vor vier Jahren bei einem palästinensischen Anschlag getötet — sie war 19. Arik sagt, er braucht die Siedler, sie sind jetzt seine Ersatzfamilie.