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Wut und Trauer in Paris nach erneutem tödlichem Brand in Wohnhaus

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Wut und Trauer in Paris nach erneutem tödlichem Brand in Wohnhaus

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Beim dritten Brand eines Pariser Wohnhauses binnen weniger Monate sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Wieder waren die Opfer afrikanische Einwanderer – wieder waren unter den Toten mehrere Kinder. Und wieder war das Gebäude, in dem das Feuer ausbrauch, baufällig. “Der Zustand des Hauses hat unsere Löscharbeiten erheblich erschwert”, sagteein Feuerwehrmann, “das Treppenhaus hat Feuer gefangen, das macht es für die Feuerwehr immer schwer.”

Die Brandserie in der französischen Hauptstadt forderte insgesamt 41 Todesopfer – allesamt afrikanische Immigranten, die sich teilweise illegal in Frankreich aufhalten. Die Feuer in den notdürftigen und überfüllten Behausungen lösten politische Empörung über die Wohnsituation im Großraum Paris aus – wo viele Luxuswohnungen leer stehen. Der Paris Bürgermeister sprach mittlerweile von einem großen Problem mit unbewohnbaren Häusern. “Selbst Tiere werden in diesem Land geschützt, aber uns schützt man nicht”, schimpften Einwanderer gegenüber dem französischen Fernsehen. Der Bürgermeister des dritten Pariser Bezirkes, in dem das ausgebrannte Haus liegt, hat mittlerweile beantragt, allen 12 Familien, die in dem Gebäude wohnten, Papiere auszustellen. Für die Vereinigung “Recht auf Wohnen” bleibt das Problem jedoch bestehen, sie hat für Samstag Protestmärsche gegen die Wohnungsnot angekündigt.