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Bagdad: Hunderte Schiiten kommen bei Massenpnaik um

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Bagdad: Hunderte Schiiten kommen bei Massenpnaik um

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In Bagdad sind bei einer Massenpanik hunderte von schiitischen Pilgern ums Leben gekommen. Das irakische Staatsfernsehen sprach von 640 Toten.

Eine Million Schiiten waren unterwegs zum Schrein des Imam Mussa Kazhem in den Norden Bagdads, um dessen Todestag zu begehen. Da verbreitete sich plötzlich das Gerücht, unter den Pilgern befänden sich Selbstmordattentäter, die Bomben zünden wollten. Panik brach aus. Es war an der Al-Aima-Brücke über den Tigris. Einige sprangen ins Wasser; das Brückengeländer wurde durchgedrückt, sodass dann hunderte Menschen 30 Meter tief in den Fluss fielen und ertranken, so berichten Augenzeugen. Andere sagen, falsche fliegende Händler hätten auch vergiftetes Essen verkauft. Zuvor hatten Unbekannte unweit der Brücke mehrere Mörsergranaten auf die Pilger abgefeuert. Dabei starben nach Angaben des Innenministeriums mindestens drei Menschen. Der irakische Ministerpräsident Ibrahim Jaafari hat eine dreitägige Trauer angeordnet.