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New Orleans wird komplett evakuiert

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New Orleans wird komplett evakuiert

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In den von Hurrikan Katrin verwüstete Südestaaten der USA heimgesuchten Katastrophengebieten hat ein Wettlauf mit der Zeit begonnen. Zahlreiche Helfer versuchen allein in New Orleans mehr als 100.000, von den Fluten eingeschlossene Menschen zu retten. Unklar ist, wieviele Menschen durch das Unwetter getötet wurden. Die Behörden gehen von mehreren hundert aus.

Die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, hat unterdessen die komplette Evakuierung von New Orleans angeordnet. Zunächst sollen mehr als 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, die im Stadion der Stadt Unterschlupf fanden. Anschließend sollen per Bus, Schiff oder Hubschrauber weitere 100.000 Menschen aus der Stadt gebracht werden. Aufgrund der Plünderungen wurde in New Orleans das Kriegsrecht verhängt. Nationalgardisten sollen die Polizei im Kampf gegen die Plünderer unterstützen. Die Diebe sind zu hunderten in den Straßen unterwegs nehmen mit, was sie tragen können. Vor allem Lebensmittel und Medikamente werden aus den Geschäften geschleppt. Noch immer ist die Lage in den US-Bundesstaaten Missisipi, Alabama und Louisiana unübersichtlich. In Biloxi, im Bundesstaat Mississippi, befürchtet Gouverneur Haley Barbour mehrere hundert Tote. Bislang wurden rund 100 Leichen geborgen. Der Küstenstreifen am Golf von Mexiko soll nach Angaben des Gouverneurs beinahe völlig zerstört sein. Weite Teile des Bundesstaates sehen wie nach einem Angriff mit Atomwaffen aus, so Barbour. Dieser mann erzählt, daß er sieben Kinder großgezogen hat. Er, seine Frau und jedes seiner Kinder hätten durch den Hurrikan alles verloren. Versicherer schätzen den Schaden durch den Hurrikan auf umgerechnet rund 21 Milliarden Euro.