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Tausende Tote und bis zu 25 Milliarden Euro Schaden durch Katrina

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Tausende Tote und bis zu 25 Milliarden Euro Schaden durch Katrina

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Nach Sturm und Flutwelle droht Hurrikan “Katrina” in New Orleans nun eine Sicherheits-Katastrophe auszulösen. Angesichts marodierender Räuberbanden zog Bürgermeister Ray Nagin so gut wie alle Polizisten vom Rettungseinsatz ab, um die innere Sicherheit wieder herzustellen. Aus der überschwemmten Stadt wurden Dutzende Raubüberfälle gemeldet, darunter auf Lastwagen mit Medikamenten und Wasser. Die Evakuierung 10 000er Menschen musste unterbrochen werden, weil Schüsse auf einen Militärhubschrauber fielen.

Mary Landrieu, Senatorin des Staates Louisiana, rechnet mit “tausenden Toten”. UN-Hilfskoordinator Jan Egeland hält “Katrina” für eine der schlimmsten Naturkatastrophen der Geschichte. Die materiellen Schäden seien grösser als nach der Tsumani-Flutwelle in Asien. Damals starben 180 000 Menschen. Nach ersten Schätzungen haben Katrina und der folgende Dammbruch bis zu 25 Milliarden Euro an Schäden verursacht. Drei Tage nach dem Sturm halten sich schätzungsweise immer noch 100 000 der 480 000 Einwohner in New Orleans auf – Bürgermeister Ray Nagin hatte vor dem Sturm eine völlige Evakuierung der Stadt angeordnet und so noch höhere Opferzahlen verhindert. In der überschwemmten Stadt fehlen Trinkwasser und Nahrung. Im heiss-feuchten Klima könnten sich Seuchen wie Typhus und Cholera rasch ausbreiten.

In einer riesigen Rettungsaktion wurden bis gestern rund 78 000 Menschen in Notunterkünfte gebracht. 22 000 Mann der Nationalgarde arbeiten für Rettung und innere Sicherheit.

US-Präsident George Bush kündigte für morgen einen Besuch in der verwüsteten Stadt an.